Burnout & Depression

Burnout mit chronischen Depressionen zu verwechseln, ist eine der häufigsten Fehldiagnosen in diesem Bereich. Es gibt endlose Diskussionen über dieses Thema und leider sind viele Ärzte und Therapeuten immer noch nicht für das Thema Burnout sensibilisiert. Sehr oft wird nur die Depression diagnostiziert und der Burnout nicht erkannt.

 

Zum Burnout kommt es durch andauernde Überlastung und einem damit einhergehenden Energieverschleiß und fortschreitenden Werteverfall Ihre Bedürfnisse betreffend, während Depressionen durch eine oder auch mehrere Verlust- oder Verratsituationen hervorgerufen werden, wie z.B. Trennung vom Partner, Tod des Partners, eine Entlassung oder ein traumatischer Unfall. Hier ist der Auslöser für die Niedergeschlagenheit und körperliche Schwäche meist eine nicht verarbeitete Trauer.

 

Die Burnout-Depression hängt dagegen damit zusammen, dass Sie den Kontakt zu sich selbst verloren und Ihre Bedürfnisse über lange Zeit verleugnet haben. Dadurch verändern sich Ihre Gefühlswelt und Ihre Wahrnehmungen, weil Sie sich mit der Unfähigkeit konfrontiert sehen, Ihren Ansprüchen und Erwartungen zu genügen. Auch bei der Burnout-Depression handelt es sich durchaus um einen Verlust oder Verrat, da hier das idealisierte Selbstbild nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

 

Eine weitere Möglichkeit Depressionen von der Burnout-Depression zu unterscheiden liegt darin, dass die Melancholie die Gefühlslage der Betroffenen immer und überall beeinträchtigt, während sich die Burnout-Depression immer zuerst im Bereich der Überforderung zeigt und sich erst in späteren Phasen auf das gesamte Erleben auswirkt. Zum Beispiel kann man zuerst über der Arbeit ausbrennen und völlige Lustlosigkeit und Desinteresse entwickeln, dagegen aber bei Treffen mit Freunden noch Spaß haben und aufblühen.