Burnout aus dehypnotherapeutischer Sicht

...ist ganzheitlich und liegt in der Dehypnotherapie begründet, die bereits aus einer vielseitigen und umfassenden Werkzeugkiste aus tiefenpsychologischen (Einbindung des Unbewussten), körperorientierten und organisations-psychologischen Verfahren besteht.

 

Die meisten Interessierten wundern sich zu Anfang, dass die Therapie so schnell gelingen kann - aber meine Klienten wissen, dass man diese erste Arbeit an sich selbst in 3-4 Tagen bei mir erledigen kann und damit nicht nur den Burnout beendet, sondern ein neues, selbstbestimmtes Leben gewinnt.

 

Die Tragik von Burnout ist, dass es in besonderem Maße gerade die sensiblen, kreativen, hoch engagierten und begabten Menschen trifft.

Es ist einfach nicht nötig, dass immer mehr gute Leute 'ausbrennen' und so viele Beziehungen durch Burnout zerstört werden!

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

 

 

Die Dehypnotherapie ist eine nicht sehr verbreitete aber sehr effektive Therapierichtung. Die Dehypnotherapie ist im Grunde eine gut ausgestattete Werkzeugkiste, mit facettenreichen, gröberen, feineren und sehr, sehr feinen Präzisionswerkzeugen auf der Grundlage von ganzheitlicher Kommunikation. Die Dehypnotherapie versteht die menschliche Psyche, als innere Organisation, als lebendiges Geflecht, das aus den Interaktionen der Aspekte von Persönlichkeit entsteht.

 

 

Definition:

Die Dehypnotherapie geht davon aus, dass wir bereits hypnotisiert sind und arbeitet daran, die Muster, Werte und Überzeugungen des entstandenen Glaubenssystems aufzudecken, auf ihre Gültigkeit zu überprüfen und sie gegebenenfalls zu verändern, zu erweitern oder zu integrieren.

 

Bei Burnout kommen sich konträre oder sogar polare Werte über lange Zeit hinweg in die Quere. Die Balance des gesamten inneren Wertesystems wird in einer Weise erschüttert, die den Selbstwert und das Selbstvertrauen langfristig zerstört, ins Ausbrennen und tiefe Depressionen führen kann.

 

Die ganz wesentlichen Werkzeuge meines Therapieansatzes stammen aus NLP, Hypnose und Trance, um direkt mit dem Unbewussten zu kommunizieren. Ich nutze aber auch Körperarbeit und Übungen aus der Bioenergetik, Atemarbeit und Pulsation, um akute Spannungen abzubauen und Informationen zu sammeln, die dann bewusst bearbeitet werden können.

 

Elemente aus der Familientherapie nach Virginia Satir, der Gestalttherapie von Fritz Pearls, systemischen Verfahren, Psychodrama, Voice Dialogue und anderen therapeutischen und entwicklungsorientierten Verfahren fließen in die Arbeit einer Burnout-Therapie nach Bedarf ein.

 

Meditation dient der Bewusstwerdung und Entspannung und bringt uns wieder in Kontakt mit unseren essentiellen Qualitäten.

 

 

 

Dehypnotherapie - Begriffserklärung

 

Hypnose ist ein leider immer noch sehr heikel behaftetes Wort. Die Assoziationen von Willenlosigkeit, ausgeliefert sein und Manipulation, halten sich immer noch hartnäckig und da ist auch tatsächlich etwas dran - aber die moderne Hypnosetherapie ist in erster Linie ein sehr, sehr fein entwickeltes Verständnis von Sprache und Kommunikation. Wir alle benutzen andauernd unbewusst hypnotische Sprachmuster, weil viele davon einfach in unserer Umgangssprache enthalten sind. Wir wollen zum Beispiel unser Kind beschützen und sagen: „Fall nicht hin!" Übersetzt man dies hypnosetechnisch, dann ist das die Aufforderung an das Unbewußte des Kindes: „Fall hin!", denn das Unbewusste kennt kein ‚Nein' und es drückt sich aus, in dem es tut. Plumps. Und die Sache mit dem ‚Nein' ist noch eine der einfachsten ‚Fallen' in die man üblicherweise so tappt.

 

Prägung

 

Als Kinder erleben wir Trance noch sehr viel häufiger, als im Erwachsenenalter. Der Raum ist auch noch intensiver und dadurch sind die Kinder ein sehr offenes und empfindliches System. Kinder bekommen sehr vieles gesagt von ihren Eltern, Großeltern, Lehrern, Pfarrern und anderen wichtigen Menschen in ihrem Leben. Sie hören Gebote, wie z. B. Sei brav, lieb und nett, stark, fleissig... Oder Verbote, wie: „Nicht so laut, frech, verträumt, aggressiv!" Sie hören Ermahnungen und Prophezeiungen. Sie werden gelobt oder geschimpft - all das wird vom Kind wie ein Schwamm aufgesaugt und im Innen nach ganz bestimmten Kriterien verarbeitet und abgelegt. Erwünschtes Verhalten wird gelobt und unerwünschtes Verhalten in irgendeiner Form bestraft. Das Ganze bekommt nach und nach System und in uns entstehen Glaubenssätze oder Kernüberzeugungen, die uns und unser Leben prägen.

 

An diesem Punkt startet die Dehypnotherapie. Sie geht davon aus, dass wir bereits hypnotisiert sind, diese ‚Ablage' im Inneren ist unsere Matrix, an der sich Muster entwickelt haben. Wir haben uns von unseren Erziehungsberechtigten immer und immer wieder dieselben Dinge anhören müssen und Wiederholung ist in der Hypnose ein schon schweres Geschütz. Wiederholungen in Trancen funktionieren wunderbar und der Inhalt ist sehr haltbar.


Wir haben unser Verhalten diesen Mustern angepasst und hatten dabei nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir haben das ‚unterschrieben', was uns unsere Eltern da immer wieder gesagt haben oder wir waren dagegen.

Ob dafür oder dagegen, Fakt jedoch ist, dass wir lange nicht so selbstbestimmt sind, wie wir glauben. Ein großer Teil unserer Persönlichkeit wurde manipuliert und wir haben völlig unbewusst, diese Botschaften, Werte und Einstellungen übernommen.


Wir sollten uns also darüber bewusst sein, dass wir heute als Erwachsene vor allem uns selbst hypnotisieren und manipulieren und ständig, immer und allen Ortens, andere manipulieren und von anderen manipuliert werden.

Kommunikation hat Folgen. Sie beeinflusst unsere Wahrnehmung und dadurch auch unser Verhalten. Deshalb finde ich es wichtig, zumindest ein Basiswissen über hypnotische Sprachmuster zu haben, damit ich weiß, was ich da wirklich mit mir und den anderen tue. Wir benutzen zum Beispiel die Verstecke in der Sprache nämlich genauso auch zur Verhinderung, Verschleierung unserer persönlichen Wünsche und Ziele. Wir können so vage sein und so unbestimmt, dass unser Unbewusstes garantiert keinen Anhaltspunkt findet, irgendetwas zu tun und Veränderung in unser Leben bringen zu können. Die Art und Weise, wie wir sprachlich mit uns umgehen, beeinflusst unser Leben ganz direkt, unseren Status Quo und unsere Potenziale.


Wenn es zwischen Ihren Eltern harmonisch war, liebevoll und geistreich und beide gut lebensfähig waren, werden Sie als Erwachsener mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, ein fröhlicher, leistungsstarker, intelligenter und erfolgreicher Mensch sein. Sie sind bindungsfähig und verstehen, was Liebe ist.

 

Wenn dem aber nicht so ist und das ist leider weitaus häufiger der Fall, dann leiden wir in irgendeiner Weise an unserem Leben. Wir leiden, weil in unserem Innenleben Konflikte entstanden sind. Je nach Schwerpunkt der negativen Beeinflussung in Ihrem Leben, erwischen Sie immer wieder den falschen Partner, Sie haben nicht den beruflichen Erfolg, den Sie sich erwarten oder Sie werden vielleicht krank.

 

Der Krieg im Innen entsteht durch unbewusst aufgenommene, sich oft widersprechenden Botschaften, die wir ‚eingeflüstert' bekamen. Die meisten von uns haben zwei Elternteile und die waren bestimmt nicht immer einer Meinung. Wenn zum Beispiel die Mutter einen braven, schüchternen Jungen bevorzugte, der Vater aber einen ‚ganzen Mann‘, einen Kämpfer aus ihm machen wollte, dann muss daraus im Inneren ganz zwangsläufig ein Konflikt entstehen. Und wenn diese übernommenen Muster im Inneren uns krank machen und wir sogar Burnout bekommen, dann ist es höchste Zeit, unsere psychische Struktur genau anzusehen, zu beleuchten und gründlich aufzuräumen, denn dann läuft etwas in dieser Matrix ganz grundlegend schief. Das gesamte System wird von Burnout, langsam aber sicher, in den Bankrott getrieben.

 

 

Die Grundannahmen der Dehypnotherapie

 

Die Dehypnotherapie versteht die menschliche Psyche als System, als eine Organisation, mit der wir unser Leben führen.

Sie hat keine Theorie und keine Ideologie, sondern ist ein individuell nutzbares Werkzeug. Sie ist pure Interaktion, durch eine sehr bewusste Kommunikation zwischen Klient und Therapeut und/oder mit sich selbst.

Die Dehypnotherapie selbst ist auch ein System, ein System ineinander greifender Werkzeuge. Um funktionieren zu können, benötigt jedes System gewisse Voraussetzungen, die einen Rahmen oder das Gerüst bilden. Diese Voraussetzungen nennen wir Grundannahmen.

 

Die Grundannahmen der Dehypnotherapie

1. Wir kommen als heiles Wesen auf die Welt.
2. Wir leben in Interaktion mit den ‚Anderen' und wurden und werden von unserer Umwelt beeinflusst und geformt.
3. Das menschliche System dient grundsätzlich der Selbsterhaltung.
4. Jeder tut, zu jeder Zeit, das Beste was er für sich gerade tun kann.
5. Es gibt keine Fehler, sondern nur Resultate.


Zu 1. Wir kommen als heiles Wesen auf die Welt.

Diese Annahme ist eine spirituelle, die auch Grundannahme der meisten Religionen ist. Irgendwann hat es einen Anfang gegeben und dieser Anfang war strahlend und klar, erfüllt und durchlässig. Dieser Raum ekstatischer Verbundenheit ist unser Geburtsrecht und unsere Sehnsucht von heute. Die mehr oder weniger präsente Erinnerung an diesen Raum, treibt uns voran und ist der Katalysator für menschliche Entwicklung. Ich nenne diesen Raum hier Essenz. Es spielt auch keine Rolle, ob man der Idee der Reinkarnation nachgeht, nach der auch unsere Vorleben einen Einfluss auf uns haben, denn auch hier muss es irgendwann einen Anfang gegeben haben und alle in unserem Sein erfahrenen Informationen, landen als Zutaten in demselben ‚Topf', in uns, heute.


Zu 2. Wir leben in Interaktion mit den ‚Anderen' und wurden und werden von unserer Umwelt beeinflusst und geformt.

Man kommt nicht ohne Beeinflussung von außen und ohne Verletzungen durch die Erziehung und das Leben. Es passieren einfach gute, schlechte und zuweilen auch schreckliche Dinge mit uns. Das ist so und es ist unsere Aufgabe im Leben, an diesen Erfahrungen zu wachsen. Auch Jesus und der Buddha mussten sich entwickeln, um in den Raum der Essenz zurückkehren zu können. 

 

Zu 3. Das menschliche System dient grundsätzlich der Selbsterhaltung und -entwicklung.

Alle Maßnahmen, zu denen ein System greift, dienen eigentlich dem Wohl des Menschen. Die Dehypnotherapie ‚unterstellt' selbst der bösartigsten Krankheit eine positive Absicht für den Menschen. Das ist nicht nur ausgesprochen sinnvoll für die Arbeit, wie wir besonders deutlich im Kapitel über Psychosomatik sehen werden, sondern auch eine spirituelle Philosophie, die Sinn gibt und ohne Sinn kann es keine Entwicklung geben.

 

Zu 4. Jeder tut, zu jeder Zeit, das Beste was er für sich gerade tun kann.

Ein ungemein entlastender Aspekt, sowohl für sich selbst, als auch für die Arbeit des Therapeuten. Nehmen wir als Beispiel ein autistisches Kind, das im Kinderbettchen immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand stößt. Das Kind will etwas ausdrücken, es hat vielleicht Hunger oder braucht Zuwendung. Sich selbst zu verletzen ist für dieses Kind die einzige Möglichkeit, Aufmerksamkeit für sein Bedürfnis zu bekommen.

Diese These beinhaltet die Idee, das Leben als Entwicklungsprozess anzusehen und warnt vor Verurteilung und Ungeduld.


Zu 5. Es gibt keine Fehler, sondern nur Resultate.
Wenn wir mit der gesetzten Maßnahme keinen oder nicht den gewünschten Erfolg haben, müssen wir etwas anderes machen, ein anderes Werkzeug wählen oder vielleicht war der Zeitpunkt nicht stimmig. Wenn eine therapeutische Interaktion nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, dann habe ich entweder etwas übersehen oder ich muss meine Strategie verändern.

 

 

Die Werkzeuge der Dehypnotherapie können auch innerhalb jeder anderen Therapierichtung angewendet werden. Es gibt kein Dogma, keine Theorie und auch keine Ideologie. Man kann immer wieder Neues dazulernen und in die Arbeit integrieren.