Sex und Libido

Sexuelle Energie ist Lebensenergie.

 

Da es im Fall von Burnout um die Verminderung der Lebensenergie geht, ist die Sexualität natürlich auch (immer) betroffen.

In der Anfangsphase oft hyperaktiv und promiskuitiv ausgelebt, offenbart sich dahinter der verborgene Mangel immer manifester und die diversen Situationen sorgen für problematische Beziehungen.

 

Der hieraus resultierende Stress, verlagert die Thematik von Burnout auf die essentiell menschliche Ebene von Begegnung, Kontakt und Austausch.

Der Leistungsdruck, wie auch letztendlich die Verweigerung dessen, führen zu Störungen unseres libidonösen Systems. Erfüllende Lust lässt sich nur in der Entspannung und der Fülle erleben. Die Wahrnehmung von Gefühlen entwickelt sich langsam - der Körper folgt der Empfindung.

 

Wenn man ausgebrannt ist, sind die Pole von Geben und Nehmen oder Wille und Hingabe beschädigt, dann kann man nicht loslassen und Sex wird zu einem Mittel Bestätigung zu finden. Häufig ist Promiskuität eine Folge davon.

 

Männer wie Frauen fokussieren im weiteren Verlauf von Burnout oft darauf und so gerät das System immer mehr unter Druck. Das Versagen ist, früher oder später, vorprogrammiert und führt zu vermindertem Lustempfinden, was in letzter Konsequenz vom eigenen System mit Unlust und Erektionsstörungen geahndet.

 

Erotik  beginnt im Kopf...

...das ist nicht nur aus der Sicht der Gehirnforschung richtig, sondern auch aus meiner therapeutischen Erfahrung, denn bei Burnout entsteht nach und nach eine Art Schicht aus inneren Gedanken und Ansichten, die unseren Blick verschleiern und der Körper reagiert einfach - oder eben nicht...

 

Themen wie diese, sind Bestandteil meiner täglichen Praxis und ich scheue mich nicht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wieder oder überhaupt guten Sex zu haben ist ein erklärtes Ziel in dieser Arbeit und ein ganz natürliches Verlangen :)