Burnout & Sucht

Die vorherrschende Emotion der Betroffenen bei diesem Thema ist Scham.

 

Sucht ist gesellschaftlich nicht akzeptabel - da hat jemand völlig die Kontrolle über sich verloren, das ist die gängige Meinung von außen. Und gerade diese gesellschaftliche Meinung, treibt den 'süchtelnden' Burnout-Betroffenen, der von ihrer Anerkennung abhängig ist, immer weiter in die Falle.

 

Sucht kommt von Suchen

Entsprechend seiner Struktur sucht der Burnout-Betroffene nach weiteren Möglichkeiten, um besser mit seiner Situatition der permanenten Überlastung, fertig zu werden.

 

Hier kann fast alles zur Sucht werden, was exzessiv und zwanghaft betrieben wird. Zum Beispiel Telefonieren, Computern, Shopping, Sex, Fernsehen, Sport und Fitness, etc.

 

Und natürlich sind auch die üblichen legalen und illegalen Substanzen, die entweder leistungssteigernd oder beruhigend wirken, häufig mit von der Partie.

 

Die Sucht im Burnout ist ein weiterer Verdrängungsversuch; die Krankheit wird weit von sich gewiesen, Mängel substituiert.

Meine Erfahrung dazu ist, daß das Thema Sucht in der Burnout-Behandlung ab dem Moment an Bedeutung verliert, in dem sich für den Betroffenen der innere, burnoutauslösende Konflikt manifest offenbart. An diesem Punkt ist die Suche beendet und die Sucht löst sich auf, da sie nicht mehr gebraucht wird.

 

 

Wenn Sie sich burnoutgefährdet fühlen, lassen Sie bitte unbedingt die Finger von Alkohol oder Drogen!

 

Anfangs mag Ihnen die Wirkungsweise vielleicht das Leben etwas erleichtern, tatsächlich aber entstehen dadurch nur noch mehr Probleme und Sie verlängern unnötig Ihr Leiden - aber das wissen Sie selbst ;)